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[Synergien von Programmatic Advertising und Performance-Marketing – Interview mit Adam Opuchlik]

07
Okt 2017

Synergien von Programmatic Advertising und Performance-Marketing – Interview mit Adam Opuchlik

Am 09. November präsentiert Adam Opuchlik von Traffective auf der Affiliate Conference 2017 einen Vortrag zum Thema „Programmatic Advertising & Performance Marketing – Synergien nutzen für mehr Umsatz“.

Wir haben hierzu im Vorfeld ein Interview mit ihm geführt.

Hallo Adam. Du warst bereits im letzten Jahr auf der Affiliate Conferences als Speaker aktiv. Möchtest Du uns zu Beginn trotzdem etwas über Dich persönlich erzählen, wer Du bist und was Du machst?

Hallo Markus. Ich beschäftige mich seit meiner Schulzeit mit dem Online-Marketing und e-Commerce. Während meiner Schul- und Studienzeit lernte ich das Publisher-Business kennen. Es folgte dann die berufliche Station bei einem Affiliatenetzwerk bevor ich die Traffective vor acht Jahren mitgründete. Dort bin ich für die Optimierung von digitalen Monetarisierungsmassnahmen von Publishern zuständig. Im Speziellen halte ich Ausschau nach neuen, potentiellen Monetarisierungsmöglichkeiten, welche in unserem Tech-Stack eingebunden werden können um den Publishern, welche unsere Monetarisierungstechnologie verwenden, neue Umsatzmöglichkeiten zu bieten. Die Traffective versteht sich als eine technologische Plattform, welche für Publisher – wir arbeiten mit Content Publishern zusammen, darunter vielen Newsportalen und Zeitungen – unterschiedliche Services der Monetarisierung unter einem Dach bündelt.

Auf der Affiliate Conference am 09. November in München präsentierst Du einen Vortrag über die Synergien von Programmatic Advertising und Performance-Marketing. Display-Marketing und Programmatic Advertising sind nach wie vor ein wichtiger Umsatztreiber im Affiliate-Marketing. Dennoch muss man einige Dinge beachten, um die maximale Werbewirkung zu erzielen und den bestmöglichen ROI zu erreichen. Worin liegt die große Herausforderung zwischen den beiden Disziplinen?

Der Einsatz der beiden Disziplinen muss je nach Publisher Geschäftsmodell bedacht werden. Ein Couponpublisher setzt eher auf die Monetarisierung über Affiliate-Marketing als über Display/Programmatic. Aus der Sicht eines klassischen Content-Publishers gibt es in erster Linie die Monetarisierung über Display. Zusätzliche Einnahmen können im Rahmen von Content über Affiliateprogramme generiert werden. Dies kann sowohl über die Einbindung von Affiliate-Links geschehen als auch über die Schaffung von speziellen ‚Satellitenportalen’ (z.B. Preisvergleiche) welche mit Traffic über Content versorgt werden.

Welche häufigen Fehler werden aus Deiner Sicht von Advertisern in der Nutzung von Programmatic Advertising gemacht?

Aus meiner Sicht sollten Unternehmen Programmatic Advertising Know-How im eigenen Haus aufbauen. Oftmals werden die Massnahmen im Bereich Programmatic auf Agenturen verlagert, was dann zur Folge hat, dass das eingesetzte Budget kaum beim Publisher ankommt – durch fehlende Transparenz werden sehr hohe Margen erzielt und Zwischenvermarkter eingeschaltet, der leidtragende ist am Schluss der Publisher.

Welchen Anteil hat Programmatic Advertising denn mittlerweile bereits in Deutschland und wie hat sich das Thema in den letzten Monaten gewandelt?

Erst gestern haben wir auf dem Traffective Publisher Day Vorträge darüber gehört – darunter hat ein Vertreter vom Google Programmatic Team die Prognosen für Programmatic in Deutschland aufgezeigt. Bereits in diesem Jahr könnten die Spendings im Bereich Programmatic in Deutschland die Milliarden-Euro-Marke übersteigen. Aus meiner Sicht ist der Trend hier sehr positiv, dies kann ich alleine an der steigenden Anzahl der Advertiser in den AdExchanges ausmachen. Täglich finden Auktionen von mehreren Tausend Advertiser-Brands auf den Portalen unserer Publisher statt. Es ist sehr schön zu beobachten wie die Anzahl von Monat zu Monat stark wächst.

Welcher Aufwand besteht für einen Advertiser Programmatic Advertising über Performance Marketing zu starten?

RTB – SSP – OpenRTB – Prebid – DSP – AdExchange – 1st Price – Line Item – Smart Floors. Jede Menge Begriffe aus der Programmatic Welt, nur was bedeuten diese Begriffe? Genau darin besteht die Herausforderung: Know-How aufbauen bzw. einkaufen.  Ist dieses vorhanden, so muss natürlich die genaue Kontrolle der KPIs erfolgen, das versteht sich aber von selbst.

Wie hat sich die Affiliate-Branche in den letzten Jahren Deiner Meinung nach verändert?

Es ist zum einem professioneller geworden. Auf der anderen Seite hat die Anzahl der reinen Affiliate-Businessmodelle abgenommen, d.h. die relevanten CPO Publisher tummeln sich immer noch im Bereich der ‚last-cookie’ Modelle. Publisher im CPL Bereich sind dagegen breiter aufgestellt, Traffic aus Social Media Kanälen, über Email und über Mobile (Apps, MEW) wird gut monetarisiert.

Welche Zukunfts-Trends siehst Du aktuell für das Affiliate-Marketing?

Ich sehe das Affiliate-Marketing weiterhin stark im Bereich CPL. Reine CPO Modelle (d.h. die Generierung von Sales) werden weiterhin über ganz bestimmte Publisher Geschäftsmodelle bedient werden (wieder Stichwort last-cookie). Unterstützt wird dies über Display, hier insbesondere über die programmatischen Kanäle. Das bedeutet der Advertiser muss genaustens auf seine KPIs achten und die unterschiedlichen Kanäle gut orchestrieren. Damit hat er aber eine sehr gute Chance, den Abverkauf zu steigern. Ich bin mir unschlüssig, ob die Vergütung auf Basis von Touchpoints der User Journey von Erfolgt gekrönt sein wird.

Zum Schluss noch: Worauf freust Du Dich auf der Affiliate Conference am Meisten?

Auf den Austausch mit den Teilnehmern – letztes Jahr habe ich eine spannende Unterhaltung mit meinem Vorredner geführt. Im Bezug auf die Vorträge bin ich sehr auf den Vortrag über Chatbots vom Affiliate-Marketing gespannt.

Vielen Dank für das Interview!

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